VRBank Niebüll – wilde Übernahme von Konten durch die Rees Treuhand

Dagmar Moritzen & die Rees Treuhand GmbH – ein Wirtschaftskrimi alla Hollywood ?

Herwig Käsehage, Alexander Meyer-Groth, Klaus Sievers – Namen, die für Dagmar Moritzen heute noch den „Planken Horror“ auslösen.

Für Liquikon war es zu Beginn kaum vorstellbar, was sich in der Bankfiliale einer der größten Genossenschaftsbanken, in der VR Bank Niebüll zugetragenen haben soll. Auf einer von Frau Moritzen „ins Leben gerufenen“ Webseite, schildert Frau Moritzen Ihre Erfahrungen mit der VR Bank Niebüll. Sie nennt es einen hoch kriminellen Skandal, in die ursächlich Klaus Sievers (VR Bank eG Niebüll) und seine Helfer Herwig Käsehage, als damaliger Geschäftsführer der Rees Treuhand beteiligt waren. Auch das Amtsgericht Niebüll, der Zwangsverwalter Marwede und der Insolvenzverwalter Brinkmann, sollen nach Aussagen von Frau Moritzen in Zusammenarbeit mit Gutachtern der IHK Flensburg sowie dem Gutachterschuss Nordfriesland, an dem ihr widerfahrenen Desaster beteiligt gewesen sein?

Klingt abenteuerlich, hat sich in Wahrheit aber genau so zugetragen.

Ein Albtraum für Dagmar Moritzen, aus dem Sie bis heute nicht aufgewacht ist …

Wir wollten es genau wissen, weshalb wir im Februar diesen Jahres damit begonnen haben, Aktenberge von Schriftverkehr, die diesen Fall betreffen, bis ins kleinste Detail zu studieren. Das Ergebnis ist ein schriftliche Zusammenstellung der belegbaren Vorfälle, die wir in gebündelter Ausführung am 12.07.2019 an das Landgericht Flensburg in Verbindung mit Amtshaftungsansprüchen gegenüber dem Land Schleswig-Holstein, übermittelt haben:

Amtshaftung in Sachen Dagmar Moriten_Liquikon schreibt dem Landgericht Flensburg

Amtshaftungsansprüche gegenüber dem Land Schleswig-Holstein

Unser Fazit: Das Ergebnis ist schlimmer, als wir es anfänglich vermutet hatten.

Warum? Versetzen Sie sich einmal in die Lage von Frau Moritzen. Stellen Sie sich vor, Sie haben durch Ihren eigenen Fleiß (also nicht geerbt) ein Vermögen aufgebaut. Sie besitzen 2 Hotelanlagen mit 34 Zimmern, 4 Appartements & 2 Betriebswohnungen an einer Top Lage in Westerland/Sylt. Zusätzlich sind Sie einer der erfolgreichsten Züchter von Holsteiner Pferden, besitzen 35 Zuchtpferde mit einem Wert von mindestens 2.000.000€ und sind Eigentümer einer Reitanlage, die das Herz von Pferdefreunden höher schlagen lässt. Eigentlich alles bestens, oder?

Dagmar Moritzen sagt heute von sich selbst:

… den größten Fehler den ich jemals gemacht habe war, von der VR Bank Keitum zu der VR Bank nach Niebüll zu wechseln.

Mit Gründung Ihrer Unternehmen, standen Frau Moritzen stets faire und korrekte Bankpartner an der Seite, so äußert sich Frau Moriten uns gegenüber weiter.

Alles lief nach Plan, das Leben meinte es gut mit ihr …

Nicht einmal ansatzweise hätte Sie es für möglich gehalten, zu was eine Bank im Stande ist, wenn durch skrupellose Banker das Ruder übernommen wird und man selbst nicht mehr die Richtung bestimmen kann.

Doch mit dem Wechsel zu der VR Bank Niebüll, traten Menschen in Ihr Leben, die nicht nur ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellten sondern systematisch und unserer Meinung nach, mit einer gehörigen Portion krimineller Energie, sich unrechtmäßig an ihrem Vermögen bereichert haben. Dagmar Moritzen ist seither auf Sozialhilfe angewiesen, lebt von Hartz 4 und kämpft seit nunmehr 15 Jahren für Ihr Recht, dass ihr unter Einflussnahme von der VR Bank Niebüll, dem Amtsgericht Niebüll, dem „Plattmacher“ Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann, dem Finanzamt Leck und letztendlich einem polizeilich bekannten „Unternehmensberater“, Namens Herwig Käsehage, dem Geschäftsführer der Rees Treuhand GmbH.

Differenzen zwischen einer kreditgebenden Bank & Kreditnehmern gehören für uns zum Alltag. Vorgänge wie im Fall Moritzen, sind aber selbst für uns „harte Kost“. Nach über 4 Monaten intensiver Einarbeitung in diesen Fall, bestätigt sich für uns eine Tragödie, die „Hollywoodreif“ ist.

Die „Wilde Übernahme“ der VR Bank Konten durch die Initiatoren der Rees Treuhand GmbH

Mit Schreiben vom 30.06.2004 kündigte Herr Dr. Groth, welcher bis dahin neben Herrn Herwig-Kaesehage für Frau Moritzen tätig war, das Mandat wegen bestehender Differenzen mit sofortiger Wirkung.

Beweis: Schreiben vom 30.06.2004 (Anlage 14)

Mit gleichem Datum, also ebenfalls am 30.06.2006, übersandte Herr Dr. Groth ein Telefax an Herrn Hentrop und Herrn Massow, Mitarbeiter der VR-Bank (welches Frau Moritzen den Gerichtsakten entnehmen konnte), aus dem die „kalte Zwangsverwaltung“ der VR Bank vorgeschlagen und bereits am 02. Juli – wie sich aus den nachfolgenden Abläufen ergibt – mit Zustimmung der VR Bank Niebüll in die Tat umgesetzt wurde.

„… die beiden Betriebe Klockries und Hotel-Betrieb werden nunmehr auch endlich faktisch voneinander getrennt. Hierzu schlagen wir vor, dass wir eine „kalte Zwangsverwaltung“ durchführen. Hierzu wird in Ihrem Haus ein Massekonto errichtet. Auf dieses Konto laufen alle Einnahmen aus dem Betrieb des Hotels und es werden hieraus alle Ausgaben bestritten …“

„…Falls Sie mit dieser Regelung einverstanden sind, bitte ich Sie die entsprechenden Verträge für Freitag, den 02.Juli 2004 vorzubereiten. Herr Mewe wird dann mit Herrn Meyer-Groth zum vereinbarten Termin (11:00 Uhr) zugegen sein. Vorbereitend hierzu überreichen wir Ihnen die Kopie des Personalausweises des Herrn Klaus Pidder Mewe.

 Beweis: Telefax Ra. Dr. Groth vom 30.06.2004 (Anlage 15)

Ebenfalls mit Datum vom 30.06.2004 übermittelte die VR Bank Niebüll, in Person von Herrn Jan-Peer Hentrop, Frau Moritzen via Einschreiben mit Rückschein, die nachfolgende Mitteilung:

„… Mangels ausreichender Kaitaldienstfähigkeit ist die geordnete Rückzahlung

der Kredite nicht gewährleistet. Eine Verlängerung der bis zum 30.06.2004 befristeten Kreditlinie auf dem Konto Nr. 6466370 von 30.000 und auf dem Konto 6466796 i.H. eines Teilbetrages von 50.000 € werden wir daher nicht begleiten. Zur Wahrung Ihrer berechtigten Belange räumen wir Ihnen für die Rückzahlung der fälligen Kreditbeträge von aktuell:

Konto: 6466370 – 9.816,40 €

Konto: 6466796 – 56.130,32 € (Teilbetrag von 116.313,92)

eine angemessene Frist ein. Den Eingang des vorgennannten Rückzahlungsbetrages zuzüglich Zinsen erwarten wir spätestens bis zum 30.September 2004 …“

Beweis: Schreiben der VR Bank Niebüll vom 30.06.2004 (Anlage 16)

Mit Schreiben vom 02.07.2004 teilt die VR Bank, erneut in Person von Herrn Jan-Peer Hentrop, Frau Moritzen mit:

„…Entsprechend der Anfrage des von Ihnen bevollmächtigten Herrn Meyer-Groth sind wir dem Wunsch nachgekommen, ein gesondertes Konto für das

Hotel einzurichten. Über dieses Konto soll künftig der gesamte Zahlungsverkehr für das Hotel abgewickelt werden.Zahlungen vom Konto 6466370 erfolgen somit nicht mehr…“

Beweis: Schreiben der VR Bank Niebüll vom 02.07.2004 (Anlage 17)

Mit Schreiben vom 20.07.2004 erhielt Frau Moritzen von der VR Bank Niebüll die schriftliche Aufforderung zur Vollmacht/Unterschrift zum bereits am 02.07.2004 eröffnete Onlinkonto 1 6466370.

„… Wir bitten ferner um Rückreichung der Vollmacht/Unterschriftskarte Nr. 00027471 zum o.g. Konto, die Sie bitte vorher noch an den in der Anlage gekennzeichneten Stellen unterschreiben …“

Beweis: Schreiben der VR Bank Niebüll vom 20.07.2004

Dies belegt, dass ohne Vollmacht von Frau Moritzen, die PIN/TAN von der VR Bank Niebüll herausgegeben wurde, da auf dem Kontenverlauf, welcher über die Polizei Flensburg angefordert wurde, ab dem 02.07.2004 Ein-/Auszahlungen belegbar stattgefunden haben.

Beweis: Kontenverlauf Onlinekonto Nr. 1 6466370 ab 01.07.2004 (Anlage )

Damit ist bewiesen, dass ohne Wissen von Frau Moritzen, die Initiatoren der im September 04 gegründeten Rees Treuhand GmbH, von der VR Bank Niebüll durch die Herausgaben von PIN/TAN, uneingeschränkten Zugang zu den Hoteleinnahmen von Frau Moritzen erhalten haben.Mit diesen „Aktionen“ wurde Frau Moritzen von der VR Bank Niebüll finanziell handlungsunfähig gemacht. Sie hatte dadurch von „jetzt auf nachher“ keine Einnahmen mehr aus Ihren 2 Hotelbetrieben, da alle Einnahmen ab dem 02.07.2004 an die Initiatoren der am 03. September 2004 – offensichtlich eigens für diese „wilde Übernahme“ – gegründeten Rees Treuhand GmbH gingen und gleichzeitig Ihre Konten von der VR Bank „eingefroren“ wurden.

Die erlittenen finanziellen und persönlichen Schäden von Frau Moritzen, welche durch schwerwiegende Fehler des Amtsgericht Niebüll am 15.06.2006 durch die Einleitung des 12 Jahre andauernden Insolvenzverfahren „in Gang“ gesetzt wurde, sind enorm und unter anderem durch das Ignorieren von Amts wegen, der immer wieder eingelegten Rechtsmittel, Beschwerden und Strafanzeigen von Frau Moritzen zurück zu führen.

Für die Amtshaftungsansprüche dürfte es vordergründig für die Geschädigte nicht darauf ankommen, wer außerhalb des Amtsgerichtes im Laufe der Verfahren welche Fehler, mit teilweise „abenteuerlichen Methoden“ vollzogen hat.

Dennoch möchten wir mit unseren Beiträgen einen Einblick geben, über Abläufe von Banken, Insolvenzverwalter und Finanzbehörden, welche wir nicht zuletzt im Sinne unserer Öffentlichkeitsarbeit als Verbraucherschutz für Banken- und Sparkassengeschädigte e.V. aufgegriffen haben.

Vertrauen ist gut – Kontrolle in der Kreditprüfung besser!


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Fälle aus unserer Praxis