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Zinsananpassungsklausel: Die „Sache“ mit dem Kleingedruckten

Zinsanpassungsklauseln bei variablen Krediten und Immobilienkrediten 

Quelle: anwalt24.de

Zinsanpassungsklausel bei variablen Krediten und Immobilienkrediten: Viele Bankkunden haben gedacht, dass der Kreditzins deutlich sink! Jedoch ist dies bei vielen Bankinstituten ausgeblieben. Das Nachfragen lohnt sich jedoch . Fachanwälte für Bank- und Kapitalmarktrecht haben gute Erfolge!

Zinsanpassungsklauseln bei variablen Krediten – viele Bankkunden haben sich in Zeiten von fallenden Zinsen bei den Darlehen einen variablen Zinssatz vereinbart. Da sich seit 2008 der Zinssatz deutlich nach unten entwickelt hat, war zu erwarten, dass die Bank anpasst – leider nein! Was tun?

Zinsanpassungsklausel

Viele Bankkunden schließen mit der Bank oder Sparkasse einen Kredit mit variablem Zinssatz. Sie hoffen darauf, dass in Zeiten sinkender Zinsen sie ebenso an den sinkenden Zinsen teilhaben. Es wird zunächst ein bestimmter Referenzzinssatz festgeschrieben. Kommt es dann zu Änderungen, hat die Bank oder Sparkasse zu prüfen, ob diese für den Vertrag erheblich sind. Diese Veränderungen werden auch im Kreditvertrag nach bestimmten Anknüpfungspunkten definiert. Häufig ist es der Euribor Dreimonatsgeld. .

Wenn dieser sich um einen bestimmten Satz verändert, dann muss die Bank oder Sparkasse den Zins anpassen. Sie teilt die Zinsanpassung der Kunden mit. Bei vielen Kunden kommt es jedoch bei den deutlichen Anpassungen der Zinssätze zu der Vermutung, dass die Bank oder Sparkasse nicht ordnungsgemäß angepasst hat.

Der Kunde hat dann nur die Möglichkeit eine Nachrechnung des Zinsverlaufs anzustellen oder einen Kreditsachverständigen einzuschalten.

Dies wird dann häufig nicht durchgeführt, weil der Kunde der Meinung ist, dass die Bank oder Sparkasse die Anpassung ordnungsgemäß vornimmt. Dies ist jedoch ein Irrglaube. Wer sich für die variable Verzinsung seines Kredites entscheidet, nimmt an den Chancen und Risiken des Marktes teil – soweit die Theorie. In der Praxis aber senken Banken variable Zinsen tendenziell zu langsam und erhöhen diese schnell, wenn das Zinsniveau steigt. So trägt der Kreditnehmer zuviel vom Marktrisiko. Kreditnehmer wundern sich derzeit besonders dann über Zinserhöhungen, wenn das fallende Zinsniveau der letzten Jahre oft zu wenig, zu langsam oder gar nicht an sie weitergeben wurde.

Den Modus der Zinsanpassung regelt die Zinsanpassungsklausel im Kreditvertrag. Viele davon sind aber unzureichend genau definiert. Anpassungsregeln nach ?Gutsherrenart’, wie bspw. die Formulierung: „die Bank kann die Zinsen anheben, wenn dies das Marktgeschehen erfordert“, sind unzureichend. Die Anpassung richtet sich dann nach der von der Rechtssprechung entwickelten Konkretisierung, d.h. nach Maßgaben von Entscheidungen des LG Köln oder des OLG Celle.

Referenzzinssatz: EURIBOR, Dreimonatsgeld, Variabler Hypothekenzins

Anpassungsintervall: Quartalsweise, Quartalsweise, (i.S.v. drei Monaten)

Anpassungsmarge: 0,3 Prozentpunkte, mehr als 0,2 Prozentpunkte

Verändert sich der Referenzzinssatz im Vergleich zur letzten Anpassung um die Größe der Anpassungsmarge (0,2 bzw.0,3 Prozentpunkte), so ist eine Zinsanpassung obligatorisch. Auch Darlehen, die nach dem Auslaufen der Zinsbindung variabel weiter geführt wurden und über keine exakte Zinsanpassungsregelung verfügen, sind grundsätzlich so zu behandeln. Doch selbst eine korrekte Zinsanpassungsklausel garantiert keine richtige Zinsanpassung.

Referenzzins als Vergleichskriterium

Ob ein Darlehen richtig angepasst wurde, kann anhand des Referenzzinses beurteilt werden. Wichtig ist zu verstehen, dass bei einer korrekten Zinsan-passung der zu zahlende Nominalzins parallel zum Referenzzins verlaufen muss. Die anfängliche Relation von Nominalzins- und Referenzzinssatz bleibt, mit leichten Zeitverzögerungen und geringen Varianzen, immer gleich.

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Widerruf Immobiliendarlehen: Rückabwicklung immer noch möglich!

Millionen Immobiliendarlehen via Widerruf können nach wie vor rückabwickelt werden!

Widerruf Immobiliendarlehen Rückabwicklung: Die aktuelle Rechtsprechung und somit die Gesetzgebung, gibt Ihnen die Chance, Ihr altes Immobiliendarlehen weiterhin noch zu widerrufen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Ihr Darlehen zinsgünstig umzuschulden oder aber auch Ihren laufenden Kredit abzulösen.

Fazit: Sie können dadurch sehr viel Geld sparen!

Warum können Sie ein Immobiliendarlehen widerrufen?

Eine falsche Widerrufsbelehrung, ermöglich jederzeit für laufende und sogar für bereits beendete Verträge, den Widerruf Ihres Immobiliendarlehens. Da Kreditinstitute in der Vergangenheit fast alle Fehler in Ihren Vertragsunterlagen gemacht haben, stehen Ihre Chancen auf einen Widerruf nach wie vor gut!

Wenn Sie Ihren Vertrag bereits vor Jahren beendet haben und dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt haben, dann holen Sie sich diese zurück! Ähnlich können Sie sich bei Forward-Darlehen gegen Nichtabnahmeentschädigungen zur wehr setzen.

Widerruf Immobiliendarlehen:  Wer kann seinen Vertrag widerrufen?

Nachdem der Gesetzgeber zum 21. März 2016 das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie beschlossen hat, endet für die meisten Immobilienkreditverträge das „ewige Widerrufsrecht“ zum 21. Juni 2016.

Trotzdem sind immer noch Millionen Verträge weiterhin widerrufbar: Dies betrifft Immobilienkreditverträge von Verbrauchern zwischen dem 11. Juni 2010 und heute.

Bei über 50% dieser Immobilienkredite sind die darin enthaltene Widerrufsbelehrung inhaltlich und/oder gestalterisch fehlerhaft und können damit zu einem erfolgreichen Widerruf des Immobilienkredites führen. Die Feststellung, wer seinen Vertrag wegen einer fehlerhaften Belehrung widerrufen kann, setzt aber unsere kostenfreie Einzelfallprüfung voraus. Zudem haben wir eine Liste mit den typischen Fehlern in Widerrufsbelehrungen seit 2010 zusammengestellt, die Ihnen einen ersten Überblick über die Fülle an Fehlern gibt.

Millionen Immobiliendarlehen via Widerruf  können nach wie vor rückabwickelt werden!

Die Chance, zehntausende Euro bei seiner Baufinanzierung zu sparen, existiert immer noch – und eine Überprüfung lohnt sich in jedem Fall. Alle Immobilienkredite ab dem 11. Juni 2010 lassen sich bei fehlerhafter Widerrufsbelehrung immer noch widerrufen. Das betrifft über 50% der Verträge, die seit Juni 2010 geschlossen wurden. Dadurch können Kreditnehmer ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zinsgünstig umschulden oder sich geleistete  „Strafzahlungen“ erstatten lassen.

Fazit. Ihre Bank schenkt Ihnen nichts. Warum wollen Sie also Ihr Geld verschenken?

Prüfung der Widerrufsbelehrung von Immobiliendarlehensverträgen

Wir bieten unseren Mitgliedern eine kostenfreie Prüfung Ihres Vertrages an. Wir prüfen für Sie die Widerrufsbelehrung und ob Ihr Vertrag darüber hinaus fehlerhafte Pflichtangaben enthält. So erfahren Sie, ob Sie Ihren Vertrag widerrufen können und Sie  viel Geld durch einen Widerruf sparen können, was ein Kreditgutachten kostet und wann Sie mit einem Ergebnis rechnen können.

Damit sind Sie in der Position, frei entscheiden zu können, wenn Sie mit der Durchsetzung Ihres Widerrufes beauftragen wollen.

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Forward-Darlehen: Widerrufsjoker und Sonderkündigungsrecht

Forward-Darlehen: Auf günstige Zinsen umschulden ohne Zahlung einer Vorfälligkeit

Landgericht München stärk die Position der Verbraucher!

Sicherheitsfaktor Forward-Darlehen: Für viele Kreditnehmer schien es lange Zeit vernünftig, sich zum Zeitpunkt der Hausfinanzierung die ‚günstigen“ Zinsen nach Ablauf der Zinsfestschreibung in einem Anschlussdarlehen – dem sogenannten Forward-Darlehen zu sichern. Bestärkt wurde dies i. d. Regel auch von fast allen Hausbanken, die mit dem Sicherheitsgedanken des Kreditnehmers gleich zwei Verträge „eintüteten“.

Doch viel Immobiliendarlehen liefen völlig anders als vor 10 Jahren vermutet. Die Zinsen – was zugegebener Maßen – niemand voraussehen konnte, fielen ins bodenlose. Ein Zinstief folgte quasi dem Nächsten.

Die Folge für viele Kreditnehmer: Die ursprünglich angedachte Ersparnis, die das Floward-Darlehen eigentlich darstellen sollte, entpuppt sich als Doppelbelastung! Warum?

Zum einen ist die Zinsverpflichtung für das Anschlussdarlehen in der Regel deutlich höher als der aktuelle Markzins und zum anderen zahlen Kreditnehmer für das Forward Darlehen auch noch einen Zinsaufschlag für die Sicherung von „günstigen“ Zinsen, die letztendlich keine sind. In Anbetracht der Tatsache, dass Immobilienfinanzierungen in der Regel eine lange Laufzeit und eine entsprechende Höhe beinhalten, können diese Zinsdifferenzen im Gegensatz zu den aktuellen Niedrigzinsen, eine erhebliche Belastung für den Kreditnehmer darstellen.

Banken fordern Nichtabnahmeentschädigung bei Rückgabe von Forward-Darlehen

Begründung von vielen Banken: Vertrag ist Vertrag – also quasi dumm gelaufen für den Kreditnehmer?

Widerrufsjoker: So kommen Sie möglicher Weise vorzeitig aus einem Forward-Darlehen

Wenn Sie für ihre Baufinanzierung immer noch hohe Zinsen zahlen, obwohl die Marktzinsen inzwischen deutlich gesunken sind, dann gibt es vielleicht auch für Sie die Möglichkeit, viel früher aus Ihrem Darlehen zu kommen als gedacht – ganz ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung bzw. Nichtabnahmeentschädigung.

Dank einer Sonderkündigung früher als gedacht aus einer laufenden Zinsbindung: Diese Möglichkeit ergibt sich für Verbraucher, die eine bestehende Baufinanzierung im Rahmen einer vorzeitigen Prolongation (sogenannte Forward-Prolongation) verlängert haben.

Mit zwei interessanten Urteilen stärken das Landgericht München sowie in der Folge das OLG München die Position von Verbraucher.

Dabei geht es um das sogenannte Sonderkündigungsrecht, mit dem der Kreditnehmer nach zehn Jahren aus einer bestehenden Zinsbindung aussteigen kann. Im Wesentlichen beziehen sich die Richter darauf, dass bei einer Forward-Prolongation die 10 Jahre bereits mit dem Abschluss der Prolongation beginnen – und nicht erst zehn Jahre nachdem die Prolongation zu laufen beginnt.

Der konkrete Sachverhalt in dem Münchner Urteil stellte sich so dar, dass der Verbraucher im Jahr 2001 ein Darlehen bei einer Bank abgeschlossen hatte. Die Zinsbindung dieses Kredits lief bis 2011. Bereits vier Jahr zuvor, also 2007, verlängerte der Kunde die Zinsbindung um weitere zehn Jahre im Rahmen einer Forward-Prolongation bis 2021.

Im Jahr 2016 kündigte der Kunde mit Hinweis auf sein Sonderkündigungsrecht das Darlehen. Die Bank wies diese Kündigung zurück – mit dem Hinweis, dass dem Kunden gar kein Sonderkündigungsrecht zustehe.

Das Landgericht München urteilte nun (3 O 9175/16): Doch, in diesem Fall hat der Kunde sehr wohl ein Sonderkündigungsrecht! Denn die Frist von zehn Jahren beginnt mit dem Abschluss der Prolongation, also in diesem Fall bereits 2007.

Zehn Jahre später, also 2017, kann der Kunde somit von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Er ist demnach nicht bis zum Ende der Zinsbindung in 2021 an den Kredit gebunden. Das OLG München bestätigte nun (19 U 4269/16) das Urteil der ersten Instanz und wies die Berufung des Kreditinstituts zurück.

Dennoch rechnen wir damit, dass viele Banken sich bei vergleichbaren Situationen weigern werden, das Sonderkündigungsrecht ihrer Kunden anzuerkennen.

Sie möchten mehr Informationen oder möchten Ihren Kreditvertrag überprüfen lassen? Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung.