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Widerruf von Darlehen bei der Aareal Bank AG

Widerruf von Darlehen bei der Aareal Bank AG

Widerruf Darlehen Aareal Bank AG: Sie haben nach dem 10.06.2010 einen Immobiliardarlehensvertrag als Verbraucher mit der Aareal Bank AG abgeschlossen und möchten wissen, ob Sie diesen Vertrag auch heute noch widerrufen können?

Liquikon verfügt über umfangreiche Erfahrungen in diesem Bereich und prüft für Sie, ob die Widerrufsbelehrung der Aachener Bausparkasse AG ordnungsgemäß ist oder Fehler enthält, die zum Widerruf berechtigt. Wenn dem so ist, unterstützt Liquikon Sie mit der Ausarbeitung eines Gesamtkonzeptes und stellt im Rahmen einer Vorprüfung fest, wie hoch Ihre Rückabwicklungsansprüche aus einem Widerruf Ihres Darlehens sein können.

Wichtiger Hinweis zum Widerruf von Darlehen: Der Widerruf für ältere Immobiliardarlehensverträge, die zwischen dem 01. November 2002 und dem 30. Juni 2010 abgeschlossen wurden, musste bis zum 20. Juni 2016, 24.00 Uhr, erfolgt sein. Wenn Sie selbst einen Widerruf innerhalb dieser Frist erklärt haben, die Bank den Widerruf allerdings nicht anerkannt hat, dann senden Sie uns Ihre Unterlagen zu. Möglicher Weise bestehen hieraus weiterhin Ansprüche, die Sie gegen Ihre Bank geltend machen können.

Deshalb sollten Sie Ihren Darlehensvertrag jetzt prüfen lassen.

Widerruf von Darlehensverträgen, die nicht mit der Finanzierung einer Immobilien im Zusammenhang stehen:

Darlehensverträge, die nicht die Finanzierung einer Immobilie im Zusammenhang stehen und die zwischen dem 01. November 2002 und dem 30. Juni 2010 abgeschlossen worden sind, können weiterhin widerrufen werden.

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Widerruf Immobiliendarlehen: Rückabwicklung immer noch möglich!

Millionen Immobiliendarlehen via Widerruf können nach wie vor rückabwickelt werden!

Widerruf Immobiliendarlehen Rückabwicklung: Die aktuelle Rechtsprechung und somit die Gesetzgebung, gibt Ihnen die Chance, Ihr altes Immobiliendarlehen weiterhin noch zu widerrufen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Ihr Darlehen zinsgünstig umzuschulden oder aber auch Ihren laufenden Kredit abzulösen.

Fazit: Sie können dadurch sehr viel Geld sparen!

Warum können Sie ein Immobiliendarlehen widerrufen?

Eine falsche Widerrufsbelehrung, ermöglich jederzeit für laufende und sogar für bereits beendete Verträge, den Widerruf Ihres Immobiliendarlehens. Da Kreditinstitute in der Vergangenheit fast alle Fehler in Ihren Vertragsunterlagen gemacht haben, stehen Ihre Chancen auf einen Widerruf nach wie vor gut!

Wenn Sie Ihren Vertrag bereits vor Jahren beendet haben und dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt haben, dann holen Sie sich diese zurück! Ähnlich können Sie sich bei Forward-Darlehen gegen Nichtabnahmeentschädigungen zur wehr setzen.

Widerruf Immobiliendarlehen:  Wer kann seinen Vertrag widerrufen?

Nachdem der Gesetzgeber zum 21. März 2016 das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie beschlossen hat, endet für die meisten Immobilienkreditverträge das „ewige Widerrufsrecht“ zum 21. Juni 2016.

Trotzdem sind immer noch Millionen Verträge weiterhin widerrufbar: Dies betrifft Immobilienkreditverträge von Verbrauchern zwischen dem 11. Juni 2010 und heute.

Bei über 50% dieser Immobilienkredite sind die darin enthaltene Widerrufsbelehrung inhaltlich und/oder gestalterisch fehlerhaft und können damit zu einem erfolgreichen Widerruf des Immobilienkredites führen. Die Feststellung, wer seinen Vertrag wegen einer fehlerhaften Belehrung widerrufen kann, setzt aber unsere kostenfreie Einzelfallprüfung voraus. Zudem haben wir eine Liste mit den typischen Fehlern in Widerrufsbelehrungen seit 2010 zusammengestellt, die Ihnen einen ersten Überblick über die Fülle an Fehlern gibt.

Millionen Immobiliendarlehen via Widerruf  können nach wie vor rückabwickelt werden!

Die Chance, zehntausende Euro bei seiner Baufinanzierung zu sparen, existiert immer noch – und eine Überprüfung lohnt sich in jedem Fall. Alle Immobilienkredite ab dem 11. Juni 2010 lassen sich bei fehlerhafter Widerrufsbelehrung immer noch widerrufen. Das betrifft über 50% der Verträge, die seit Juni 2010 geschlossen wurden. Dadurch können Kreditnehmer ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zinsgünstig umschulden oder sich geleistete  „Strafzahlungen“ erstatten lassen.

Fazit. Ihre Bank schenkt Ihnen nichts. Warum wollen Sie also Ihr Geld verschenken?

Prüfung der Widerrufsbelehrung von Immobiliendarlehensverträgen

Wir bieten unseren Mitgliedern eine kostenfreie Prüfung Ihres Vertrages an. Wir prüfen für Sie die Widerrufsbelehrung und ob Ihr Vertrag darüber hinaus fehlerhafte Pflichtangaben enthält. So erfahren Sie, ob Sie Ihren Vertrag widerrufen können und Sie  viel Geld durch einen Widerruf sparen können, was ein Kreditgutachten kostet und wann Sie mit einem Ergebnis rechnen können.

Damit sind Sie in der Position, frei entscheiden zu können, wenn Sie mit der Durchsetzung Ihres Widerrufes beauftragen wollen.

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Fehlerhafter Kreditvertrag: Widerruf immer noch möglich

Widerspruchsjoker erlaubt alte Kreditverträge zu widerrufen, auch nach dem 21.06.2016

Quelle: Aachene-Zeitung.de

Der Gesetzgeber hat Einsprüche gegen fehlerhafte Immobilienfinanzierungen eingeschränkt. Der Widerspruchsjoker ist aber nicht erloschen.

Das Gerücht hält sich hartnäckig: Der Widerruf einer fehlerhaften Immobilienfinanzierung sei seit dem 21. Juni 2016 nicht mehr möglich. Mit diesem Tag ist der sogenannte Widerspruchsjoker per Gesetz deutlich eingeschränkt.

Der Widerspruchsjoker erlaubt alte Kreditverträge zu widerrufen, wenn sie keine oder eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthalten. Von diesem Recht machten bislang vor allem Immobilienbesitzer mit alten, teuren Kreditverträgen Gebrauch, um sich mit einem neuen Darlehensvertrag günstigere Zinsen zu sichern.

Neue Baufinanzierungen erlauben Widerspruch

Das Widerrufsrecht ist jedoch nicht gänzlich erloschen. Die gesetzliche Beschränkung greift nämlich nur bei Baufinanzierungen, die zwischen dem 1. November 2002 und dem 10. Juni 2010 geschlossen wurden, betont der Hamburger Rechtsanwalt Peter Hahn. Alle neueren Kreditverträge seien davon nicht betroffen. Das gleiche gilt übrigens für Darlehensverträge, die nicht die Baufinanzierung betreffen.

So können Sie private Autokredite oder fremdfinanzierte Fondsbeteiligungen, die nach dem 1. November 2002 abgeschlossen wurden, jederzeit widerrufen, wenn sie keine Widerrufsbelehrung enthalten oder die Belehrung fehlerhaft ist. Bei diesen Finanzierungen gelte weiterhin das sogenannte „ewige Widerrufsrecht“, so Hahn.

Neuere Kreditverträge teilweise mangelhaft

Juristen schätzen, dass auch bei neueren Baufinanzierungen etwa die Hälfte der Kreditverträge fehlerhafte Widerrufsbelehrungen enthalten. Grund: Banken und Sparkassen haben eine Zeit lang mangelhafte Formulierungen in ihren Kreditverträgen verwendet, weil nicht klar war, wie die neue gesetzliche Regelung zum Widerrufsrecht ausfallen wird. Fachanwalt Peter Hahn rät deshalb zur Überprüfung älterer Kreditverträge, um Sparpotentiale zu heben. Dass sich der Widerspruch lohnt, zeigt ein neues Urteil des Oberlandesgerichts Bamberg, das kürzlich ein Baudarlehen aus dem Jahr 2009 als fehlerhaft eingestuft und die örtliche Sparkasse zur Rückabwicklung verdonnert hat (OLG Bamberg, Az.: 8 U 7/16).

Weitere Einspruchsmöglichkeit besteht laut Rechtsanwalt Jan-Henning Ahrens von der Bremer Kanzlei KWAG bei Finanzierungen ohne Immobilienhintergrund. Die Gesetzesänderung betrifft ausschließlich Kredite, die grundpfandrechtlich gesichert sind, erläutert Ahrens. Also Darlehensverträge, die durch eine Grundschuld, eine Hypothek oder eine Rentenschuld abgesichert sind. Dies ist bei klassischen Baudarlehen zumeist der Fall. Ist der Kreditvertrag jedoch über eine Bürgschaft oder eine Abtretung besichert, so bestehe weiterhin ein ewiges Widerrufsrecht. Hier kommen laut Ahrens vor allem Kreditverträge ohne Immobilienfinanzierung in Frage.

Widerrufsjoker sticht auch im Nachhinein

Auch Kreditnehmer ohne Immobilienfinanzierung, deren Darlehensvertrag schon länger zurück liegt, dürfen hoffen. So greift beispielsweise der Widerrufsjoker bei fremdfinanzierten Fondsbeteiligungen selbst dann noch, wenn die zehnjährige Verjährungsfrist für Schadenersatzansprüche bereits abgelaufen ist. Das gleiche gilt für private Autokredite. Hier ist die Überprüfung der Widerrufsbelehrung durch einen Fachanwalt selbst dann noch ratsam, wenn der Darlehensvertrag beendet ist.

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Widerruf gegen die BHW Bausparkasse AG erfolgreich

Kläger beim Landgericht Hannover gegen die BHW erfolgreich

Hamburg (ots) – Erneut waren – von HAHN Rechtsanwälte vertretene – Kläger beim Landgericht Hannover gegenüber der BHW Bausparkasse AG (BHW) erfolgreich. Das Landgericht entschied durch Urteil vom 15. Januar 2018 – 4 O 148/17 -, dass die Pflichten des Darlehensnehmers aus einem Immobiliendarlehensvertrag aus November 2008 über 130.000,00 Euro zur Zahlung von Zins und Tilgung aufgrund des Widerrufs vom 15. Juni 2016 erloschen seien. Die Bausparkasse belehrte fehlerhaft über den Fristbeginn. Die BHW kann sich laut Landgericht auch nicht auf die Schutzwirkung des Musters berufen. Entgegen der Auffassung der BHW sei das Widerrufsrecht der Kläger schließlich auch nicht in unzulässiger Weise ausgeübt oder verwirkt.

„Diese und „neuere“ Widerrufsbelehrungen der BHW bieten deren Kunden auch Jahre später noch die Möglichkeit, aus einem Immobiliendarlehen auszusteigen oder eine in der Vergangenheit gezahlte Vorfälligkeitsentschädigung zurückzufordern“, sagt der Hamburger Fachanwalt Peter Hahn von HAHN Rechtsanwälte. „Wir haben auch in den neueren Darlehensverträgen der BHW Fehler gefunden, die Darlehensnehmern eine solche Widerrufsmöglichkeit eröffnen.“

BGH kippt Aufrechnungsverbot von Banken + Sparkassen

Von |April 1st, 2018|Kategorien: Bausparkasse Erfahrungen, Bausparkassen, BGH Urteile im Bank und Kapitalmarktrecht, Darlehensvertrag, Immobiliendarlehen, Kreditprüfung, Kreditvertrag prüfen, Spar- und Kreditbank, Sparkasse Dillingen, Sparkassen Erfahrungen, Sparkassen und Giroverband, Verbraucherschutz für Banken und Sparkassengeschädigte, Volksbanken Erfahrungen, VR Bank Erfahrungen, Widerruf Autofinanzierung, Widerruf Immobiliendarlehen, Widerruf Immobilienfinanzierung, Zinsanpassung|Schlagwörter: , , , , , |

Bundesgerichtshof (BGH) kippt Aufrechnungsverbot der (AGB) Klausel von [...]

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Widerruf Immobiliendarlehen: Rückabwicklung immer noch möglich!

Von |Februar 26th, 2018|Kategorien: Bausparkasse Erfahrungen, Forward Darlehen, Kreditprüfung, VR Bank Enz Plus EG Remchingen, VR Bank Erfahrungen|Schlagwörter: , , , , , , , , , , |

Millionen Immobiliendarlehen via Widerruf können nach wie [...]

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Fehlerhafter Kreditvertrag: Widerruf immer noch möglich

Von |Februar 25th, 2018|Kategorien: Bausparkasse Erfahrungen, Forward Darlehen, Immobiliendarlehen, Kreditprüfung, Kreditverträge, Spar- und Kreditbank, Sparkassen Erfahrungen, Sparkassen und Giroverband, Volksbanken Erfahrungen|Schlagwörter: , , , , |

Widerspruchsjoker erlaubt alte Kreditverträge zu widerrufen, auch [...]

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Liquikon-Verbrauerschutz.de informiert!

Von |August 9th, 2017|Kategorien: Aktuelle Fälle von Liquikon, Bausparkasse Erfahrungen, Immobiliendarlehen, Immobiliengutachten, Journalist Olaf Kumpfert, Liquidität - Probleme von Existenzgründer, Presse über Banken und Sparkassen, Sachverständiger Rainer Härtl, Schwarze Liste Banken und Sparkasssen|Schlagwörter: , , , , , , , , , |

Vertrauen ist gut – Kontrolle [...]

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Forward-Darlehen: Widerrufsjoker und Sonderkündigungsrecht

Forward-Darlehen: Auf günstige Zinsen umschulden ohne Zahlung einer Vorfälligkeit

Landgericht München stärk die Position der Verbraucher!

Sicherheitsfaktor Forward-Darlehen: Für viele Kreditnehmer schien es lange Zeit vernünftig, sich zum Zeitpunkt der Hausfinanzierung die ‚günstigen“ Zinsen nach Ablauf der Zinsfestschreibung in einem Anschlussdarlehen – dem sogenannten Forward-Darlehen zu sichern. Bestärkt wurde dies i. d. Regel auch von fast allen Hausbanken, die mit dem Sicherheitsgedanken des Kreditnehmers gleich zwei Verträge „eintüteten“.

Doch viel Immobiliendarlehen liefen völlig anders als vor 10 Jahren vermutet. Die Zinsen – was zugegebener Maßen – niemand voraussehen konnte, fielen ins bodenlose. Ein Zinstief folgte quasi dem Nächsten.

Die Folge für viele Kreditnehmer: Die ursprünglich angedachte Ersparnis, die das Floward-Darlehen eigentlich darstellen sollte, entpuppt sich als Doppelbelastung! Warum?

Zum einen ist die Zinsverpflichtung für das Anschlussdarlehen in der Regel deutlich höher als der aktuelle Markzins und zum anderen zahlen Kreditnehmer für das Forward Darlehen auch noch einen Zinsaufschlag für die Sicherung von „günstigen“ Zinsen, die letztendlich keine sind. In Anbetracht der Tatsache, dass Immobilienfinanzierungen in der Regel eine lange Laufzeit und eine entsprechende Höhe beinhalten, können diese Zinsdifferenzen im Gegensatz zu den aktuellen Niedrigzinsen, eine erhebliche Belastung für den Kreditnehmer darstellen.

Banken fordern Nichtabnahmeentschädigung bei Rückgabe von Forward-Darlehen

Begründung von vielen Banken: Vertrag ist Vertrag – also quasi dumm gelaufen für den Kreditnehmer?

Widerrufsjoker: So kommen Sie möglicher Weise vorzeitig aus einem Forward-Darlehen

Wenn Sie für ihre Baufinanzierung immer noch hohe Zinsen zahlen, obwohl die Marktzinsen inzwischen deutlich gesunken sind, dann gibt es vielleicht auch für Sie die Möglichkeit, viel früher aus Ihrem Darlehen zu kommen als gedacht – ganz ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung bzw. Nichtabnahmeentschädigung.

Dank einer Sonderkündigung früher als gedacht aus einer laufenden Zinsbindung: Diese Möglichkeit ergibt sich für Verbraucher, die eine bestehende Baufinanzierung im Rahmen einer vorzeitigen Prolongation (sogenannte Forward-Prolongation) verlängert haben.

Mit zwei interessanten Urteilen stärken das Landgericht München sowie in der Folge das OLG München die Position von Verbraucher.

Dabei geht es um das sogenannte Sonderkündigungsrecht, mit dem der Kreditnehmer nach zehn Jahren aus einer bestehenden Zinsbindung aussteigen kann. Im Wesentlichen beziehen sich die Richter darauf, dass bei einer Forward-Prolongation die 10 Jahre bereits mit dem Abschluss der Prolongation beginnen – und nicht erst zehn Jahre nachdem die Prolongation zu laufen beginnt.

Der konkrete Sachverhalt in dem Münchner Urteil stellte sich so dar, dass der Verbraucher im Jahr 2001 ein Darlehen bei einer Bank abgeschlossen hatte. Die Zinsbindung dieses Kredits lief bis 2011. Bereits vier Jahr zuvor, also 2007, verlängerte der Kunde die Zinsbindung um weitere zehn Jahre im Rahmen einer Forward-Prolongation bis 2021.

Im Jahr 2016 kündigte der Kunde mit Hinweis auf sein Sonderkündigungsrecht das Darlehen. Die Bank wies diese Kündigung zurück – mit dem Hinweis, dass dem Kunden gar kein Sonderkündigungsrecht zustehe.

Das Landgericht München urteilte nun (3 O 9175/16): Doch, in diesem Fall hat der Kunde sehr wohl ein Sonderkündigungsrecht! Denn die Frist von zehn Jahren beginnt mit dem Abschluss der Prolongation, also in diesem Fall bereits 2007.

Zehn Jahre später, also 2017, kann der Kunde somit von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Er ist demnach nicht bis zum Ende der Zinsbindung in 2021 an den Kredit gebunden. Das OLG München bestätigte nun (19 U 4269/16) das Urteil der ersten Instanz und wies die Berufung des Kreditinstituts zurück.

Dennoch rechnen wir damit, dass viele Banken sich bei vergleichbaren Situationen weigern werden, das Sonderkündigungsrecht ihrer Kunden anzuerkennen.

Sie möchten mehr Informationen oder möchten Ihren Kreditvertrag überprüfen lassen? Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung.