Banken rechnen richtig? – Ein Irrglaube mit Folgen … 


Politiker, Staatsanwälte, Richter und auch die Journalisten in Deutschland glauben, die Bankenaufsicht würde die Banken in ihrem Verhältnis zu ihren Kunden beaufsichtigen und Gesetzesverstöße ahnden. Weil die Bafin aber keine Banken zur Rechenschaft zieht, so die Schlussfolgerung der Öffentlichkeit, rechneten die Banken richtig. Das Ignorieren der Wirklichkeit führt zu einem ordnungspolitischen Vakuum.

Die Bankwirtschaft kann sich seit Jahren sicher sein, dass sie ihre Kunden nach belieben übers Ohr hauen kann, ohne ernsthafte Sanktionen befürchten zu müssen. Öffentlich erklärte der Finanzminister des Bundeslandes Bayern, in seinem Bundesland versteh sich die Politik :

„(…) als Lordsiegelbewahrer von Sparkassen und Genossenschaftsbanken“.

Die Politik beschützt Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken. Deshalb konnten sich die Kreditinstitute bislang sicher sein, für Fehlverhalten nicht zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Banken und Sparkassen stehen im Wettbewerb miteinander


Aber Banken stehen im Wettbewerb miteinander. Diejenigen, die durch Kundenbetrug Einnahmen ohne Kosten und ohne Risiko erzielen, haben einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber jenen Kreditinstituten, die die Zinsen ihrer Kunden ehrlich berechnen.

Aus unserer Sicht hat sich die Bankwirtschaft in Deutschland systemwidrig entwickelt: Wer seine Kunden betrügt steigt zu den Erfolgreichen auf, wer ehrlich bleibt, gehört zu den Verlierern. Wer im Wettbewerb bestehen will, kann dies nur erreichen, wenn er, wie viele andere Kreditinstitute auch, die Zinsen seiner Kunden falsch berechnet.

Der Bundesverband der Kreditsachverständigen beziffert das Ausmaß der Falschrechnungen von deutschen Banken auf rund 15 Mrd. Euro jedes Jahr. Damit könnten die Bankkunden heute bereits über Rückforderungsansprüche von 100 Mrd. Euro und mehr verfügen.

Bislang wird das von Bankkunden noch kaum wahrgenommen. Aber die Chancen vor Gericht werden mit jedem Urteil gegen eine Bank besser und die Rückforderungen für gewerbliche Kunden sind erheblich. Um einige Beispiele rechtskräftiger Urteile und deren Rückzahlungen zu nennen:

Oberlandesgericht Dresden   5 U 17/10                     21.000 Euro

Landgericht Gießen   9 O 311/10                            345.000 Euro

Oberlandesgericht Düsseldorf    I-6 U 7/11              51.000 Euro

Landgericht Stuttgart   8 O 1/13                              292.000 Euro

Einen vollständigen Überblick über die Gerichtsurteile gegen Banken dürfte derzeit kaum jemand haben. Im Focus stehen vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Je mehr Bankkunden Geld zurück erhalten, um so mehr spricht sich deren Erfolg herum. Und noch mehr Kunden werden falsch berechnete Zinsen von ihren Banken zurück verlangen. Zahlreiche Rückforderungen von relevanten Beträgen über 250.000 Euro je Kunde kann sich kaum eine Sparkasse oder Volks- und Raiffeisenbank leisten.

Eine zur Zeit aktuelle Vorgehensweise der Banken und Sparkassen ist es, dass Kreditgutachten mit zum Teil über 2.000 Seiten dezidiert aufgearbeitet von Sachverständigen die über 15 Jahre Berufserfahrung besitzen, mit:

Nicht nachvollziehbar, unplausibel  und dem lapidarischem Satz, der Sachverständige ist nicht kompetent und besitzt keinerlei Sachkunde.

Seit über 15 Jahren arbeitet Dieter Rackowitz als Kreditsachverständiger und hat in dieser Zeit mehr als 800 gerichtstaugliche Kreditgutachten erstellt. Durch die DESAG, Deutsche Sachverständigen Gesellschaft mbh und des BGS, Berufsfachverband für das Sachverständigen und Gutachterwesen e.V. wurde seine fachliche Kompetenz nach erfolgreich abgelegter Prüfungen durch beide Institutionen bescheinigt.

Weitere Prüfungen, unter anderem durch die Zertifizierungsstelle EURAS CERT, folgten. Somit erhielt der Kreditsachverständige Dieter Rackowitz die höchste Auszeichnung, die ein Sachverständiger bekommen kann.

Personenzertifizierung nach DIN EN ISO/IEC 17024 Zertifikat Nr. KSV 17024-2015-5102, gültig bis 08/2018

Die Bezeichnung „öffentlich bestellter Sachverständiger“ ist geschützt (§132a StGB), die Bezeichnungen „zertifizierter Sachverständiger“ nach DIN EN ISO/IEC 17024 ebenfalls. Der Schutz der Bezeichnung „öffentlich bestellter Sachverständiger“ stellt jedoch kein Qualifikationsmerkmal für den Sachverständigen dar.

Nach den Vorgaben der ISO/IEC 17024 müssen die zertifizierten Sachverständigen ihr Fachwissen kontinuierlich erweitern und aktualisieren. Daneben müssen in der Regel Gutachten und andere Nachweise bei der Zertifizierungsstelle eingereicht werden. Auftraggeber und Gerichte können deshalb davon ausgehen, dass ein auf der Grundlage der ISO/IEC 17024 zertifizierter Sachverständiger auch über ein fundiertes und aktuelles Wissen und entsprechende praktische Erfahrungen als Sachverständiger verfügt.

In der Praxis war aber immer wieder festzustellen, dass Europa an der öffentlichen Bestellung keinerlei Interesse hatte und die Qualität des öffentlich bestellten Sachverständigen zwar in den Richtlinien nachzulesen war, die Praxis in der Regel jedoch eine andere Sprache sprach. In der Zwischenzeit hat der Markt seine Entscheidung zu einem großen Teil getroffen und den gemäß der DIN EN ISO/IEC 17024 zertifizierten Sachverständigen eine hohe Anerkennung und Fachkompetenz zugesprochen.

Dieses Ereignis werden wir akribisch weiter beobachten und die Ergebnis der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Schadensfälle der APOBank seit 2006

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