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Kreditvertrag prüfen lassen

Kreditverträge prüfen lassen – Oberlandesgericht Celle verurteilt die  Kreissparkasse  Verden  hat  über  mehrere  Jahre  die  Konten  und  Darlehen

falsch abgerechnet und wird vom OLG Celle verurteilt die Saldendifferenz zuzüglich mit 5,00 % -Punkte über dem jeweiligen Basiszins an den Bankkunden herauszugeben. In wieweit Schadenersatzansprüche zusätzlich realisiert werden können, muss anwaltlich noch geklärt werden.

Durch den Einsatz unserer finanzmathematischen Ausarbeitung in Form eines Kreditgutachtens konnten diese Berechnungsfehler der Kreissparkasse nach- gewiesen werden.

Zur Zeit wird dieser spezielle und aktuelle Fall, ausgelöst durch die Falsch-berechnungen der Kreissparkasse Verden unter Hilfeleistung des Sachver- ständigen Büro J. Rackowitz & Kollegen für einen Fernsehsender vorbereitet. Sobald dieser Sendetermin feststeht, bekommen Sie automatisch auch diesen von uns zugesandt.

Kreditverträge prüfen lassen: Raus aus der Frankenfalle

Fremdwährungskredit – Rückabwicklung bei Falschberatung

Banken sind verpflichtet, auf die Risiken von Wechselkursschwankungen hinzuweisen. Sollte das nicht geschehen sein, ist eine Rückabwicklung bei Fremdwährungskredit-Geschäften ohne Verluste möglich.

Durch die Entscheidung des EuGH vom 30.04.2014 (C-26/13) wurden die Rechte von Verbrauchern gestärkt. Bankkunden müssen beim Abschluss von Fremdwährungskredit-Verträgen deutlich erkennen können, welche finanziellen Folgen sich aus einer Klausel ergeben, die eine Rückzahlung eines Darlehensbetrages in Fremdwährung zu einem aktuellen Verkaufskurs haben kann. Kreditnehmer müssen also die wirtschaftlichen Folgen bei Fremdwährungskredit-Geschäften abschätzen können, die sich daraus ergeben, dass bei der Darlehenstilgung ein anderer Devisenverkaufskurs Anwendung findet als der zur Berechnung des Darlehensbetrags bei dessen Auszahlung herangezogene Devisenankaufskurs.

Wenn das Kreditinstitut nicht pflichtgemäß über das Risiko des Darlehens und des Fremdwährungskredit-Vertrages in fremder Währung aufgeklärt hat, muss die Bank das komplette Darlehen als Euro-Darlehen neu berechnen. Bankkunden müssen das Darlehen lediglich wie ein Euro-Darlehen zurückzahlen. Das durch den Fremdwährungskredit entstandene Währungsrisiko verleibt in diesem Fall bei der Bank.

Unser Sachverständigen Büro J. Rackowitz & Kollegen hat bis heute über 300 Rückabwicklungen in CHF erstellt und konnte insgesamt über 50 Millionen Euro an Rückgewährsanspruch darstellen.

Weitere interessante Urteilssammlung:

www.anwalt.de/rechtstipps/index.php?rechtsgebiet=Bankrecht_und_Kapitalmarktrecht

Kreditverträge prüfen lassen – unbestimmte Zinsklausel: Bank soll über 230.000 EUR zurückzahlen

variabler Zinssatz – Bank muss die konkreten Voraussetzungen angeben, nach denen der Zinssatz geändert werden kann-LG Duisburg vom 01.12.11-Az:1 O 124/11

Wird in einem Darlehensvertrag ein variabler Zinssatz vereinbart, muss die Bank die konkreten Voraussetzungen angeben, nach denen der variable Zinssatz geändert werden kann. Ist dies nicht der Fall, kann der geschuldete Vertragszins auf den gesetzlichen Zinssatz oder sogar darunter vermindert werden. Dies hat das Landgericht Duisburg zu einem Zinscap-Darlehen entschieden.

Die Folge im Urteilsfall: Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank soll einem Apotheker zu viel berechnete Zinsen und Gebühren von mehr als 230.000 EUR zurückzahlen.

Hinweis: Obwohl das Urteil noch nicht rechtskräftig ist – die Bank hat Berufung eingelegt – hat es für Darlehensnehmer mit vergleichbaren Vereinbarungen nicht zuletzt wegen einer etwaigen Verjährung erhebliche Relevanz.

Hintergrund: Unter dem Namen „Zinscap-Darlehen“ bieten Banken zum Teil variabel verzinsliche Investitionsdarlehen an. Die Banken passen die Zinssätze dieser Darlehen in der Regel viertel- bzw. halbjährlich an die Zinsen des Geldmarktes an. Um den Darlehensnehmer vor steigenden Zinsen zu schützen, wird in dem Darlehensvertrag ein Cap eingebaut. Dieser Cap stellt eine Obergrenze dar, bis zu der die Zinsen im äußersten Fall ansteigen können. Diesen Cap gibt es allerdings auch in der umgekehrten Richtung mit einer Untergrenze bei stark fallenden Zinsen (LG Duisburg, 1 O 124/11).

Die Entscheidung im Einzelnen lautet:

LG Duisburg: Urteil vom 01.12.2011 (Az: 1 O 124/11)

Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 233.231,20 EUR nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 21.12.2010 zu zahlen abzüglich eines am 14.1.2011 gezahlten Betrages von 7.502,12 EUR.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Tatbestand:

Die Parteien stehen seit 1997 in langjähriger Geschäftsbeziehung zueinander. Am 29.12.1997 schlossen die Parteien zwei Darlehensverträge ab, die die Kontonummer zugewiesen erhielten. In beiden Darlehen wurde dem Kläger ein Nennbetrag in Höhe von jeweils 700.000,00 DM gewährt. Dabei belief sich der jeweilige Nettokreditbetrag auf 672.000,00 DM. Es wurde eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 4% erhoben und ein variabler Zinssatz in Höhe von 4,95% bestimmt. Für den Zeitraum bis zum 30.12.2007 wurde darüber hinaus festgelegt, dass der Zinssatz mindestens 4,5% und höchstens 6,5% betragen sollte. Zugleich enthielt das Darlehensangebot den Hinweis, dass die Bearbeitungsgebühr in Höhe von 4% als eine sofort fällige Zinssicherungsgebühr anzusehen sei. Das Darlehensangebot wies weiterhin darauf hin, dass die Beklagte berechtigt sei, die Konditionen insbesondere bei Änderung des Geld- und Kapitalmarktes zu senken oder zu erhöhen, wobei maßgeblich der jeweils von der Beklagten festgesetzte Zinssatz sei.

Mit Vereinbarung vom 25.5.2007 wurden im Rahmen einer vorzeitigen Prolongation die Darlehensbedingungen für die beiden Verträge geändert. Bei einem variablen Zinssatz von 4,85% wurden für einen Zeitraum von fünf Jahren eine Zinsuntergrenze von 3,5% und eine Zinsobergrenze von 4,85% festgelegt sowie eine einmalige Zinscapprämie in Höhe von 1,5% und eine einmalige Bearbeitungsgebühr in Höhe von 1% erhoben wurde. Im Übrigen sollten die Darlehensbedingungen aus den ursprünglichen Vereinbarungen vom 29.12.1997 ihre Gültigkeit behalten.

Daneben bestand noch eine Kontokorrentvereinbarung zwischen den Parteien seit dem 7.8.1998. Auf dieses Kontokorrentkonto sollten die Belastungen aus den beiden Darlehen gebucht werden. Für diesen Kontokorrentkredit wurden variable Zinsen in Höhe von 8,25% festgelegt.

Mit Schreiben vom 31.5.1999 teilte die Beklagte dem Kläger mit, wie sich die Zinssätze der beiden Darlehen des Klägers im Lauf des Jahres 1999 gesenkt hatten, nachdem der Kläger zuvor eine entsprechende Anfrage an die Beklagte gerichtet hatte. Aufgrund einer weiteren Anfrage des Klägers im Jahr 2009 teilte die Beklagte mit Schreiben vom 10.12.2009 dem Kläger mit, anhand welcher Kriterien nunmehr die Zinsanpassung erfolge. Zugleich teilte die Beklagte dem Kläger mit, dass sie für den Zeitraum bis 31.12.2005 die Einrede der Verjährung erhebe, für den späteren Zeitraum errechnete die Beklagte einen Erstattungsbetrag in Höhe von 11.229,30 EUR wegen zu viel erhobener Zinsbeträge. Danach erfolgte eine weitere Erstattung in Höhe von 2.403,68 EUR.

Der Kläger ließ von einem Kreditsachverständigen ein Gutachten vom 21.4.2010 erstellen, in dem der Gutachter zu viel geleistete Zinsen und Gebühren in Höhe von insgesamt 242.210,02 EUR errechnete. Dieses Gutachten wurde der Beklagten mit Schreiben der Prozessbevollmächtigten des Klägers vom 3.5.2010 übersandt. Der Kläger ließ noch ein Ergänzungsgutachten vom 6.12.2010 erstellen, das er mit Schreiben der Prozessbevollmächtigten vom 9.12.2010 an die Beklagte übersenden ließ. In dem Begleitschreiben vom 9.12.2010 erklärte der Kläger die Haupt- und Hilfsaufrechnung unter Hinweis auf die einzelnen aufrechenbaren Rechnungspositionen im Ergänzungsgutachten. Zugleich wurde in diesem Schreiben eine Zahlungsfrist zum 20.12.2010 gesetzt.

Danach erfolgte die Einleitung des Mahnverfahrens, in dessen Rahmen der Mahnbescheid der Beklagten am 11.1.2011 zugestellt wurde. Am 14.1.2011 erfolgte daraufhin eine weitere Erstattung seitens der Beklagten in Höhe von 7.502,12 EUR.

Der Kläger ist der Auffassung, dass die Zinsanpassung seitens der Beklagten unangemessen ausgeübt worden sei und dementsprechend die tatsächlich zu entrichtenden Zinsbeträge auf den gesetzlichen Zinssatz von 4% und gegebenenfalls darunter anzupassen seien. Außerdem seien Zinscap- und Bearbeitungsgebühren nicht angefallen. In diesem Zusammenhang behauptet er, dass wegen der Mängel der beiden Darlehensverträge 76.126,05 EUR bzw. 76.452,00 EUR zu viel an Zinsen gezahlt worden seien. Der Wegfall der Zinscapgebühren ergebe Forderungsbeträge in Höhe von jeweils 28.662,10 EUR für beide Darlehensverträge. Hinzu kämen die Zinscap- und Bearbeitungsgebühren für die neue Vereinbarung vom 25.5.2007 in Höhe von jeweils 9.857,99 EUR. Weiterhin seien die Kontokorrentzinsen in Höhe von 8.527,44 EUR zu berücksichtigen, da in Höhe dieses Betrages Zinsen nur deswegen angefallen seien, weil die Beklagte für die beiden Darlehensverträge zu hohe Zinsen verlangt habe. Schließlich seien dem Kläger die von der Beklagten gezogenen Nutzungen in Höhe von 4.064,35 EUR zu erstatten. Soweit die Beklagte sich auf Verjährung berufe, behauptet der Kläger, erstmals im Jahr 2009 den Verdacht entwickelt zu haben, zu hohe Zinszahlungen erbracht zu haben. Entsprechende Gewissheit sei erst aufgrund des Vorliegens des Gutachtens vom 21.4.2010 entstanden.

Entscheidungsgründe:

Die Klage ist weitgehend begründet. Dem Kläger stehen gegen die Beklagte bereicherungsrechtliche Ansprüche nach § 812 Abs. 1 Satz 1, erste Alternative BGB in der ausgeurteilten Höhe zu. Die Darlehensverträge vom 29.12.1997 verstießen gegen § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Verbraucherkreditgesetz in der bis zum 30.9.2000 geltenden Fassung, da die Beklagte entgegen dieser gesetzlichen Vorgaben nicht die konkreten Voraussetzungen angegeben hat, nach denen im Rahmen des variablen Zinssatzes Änderungen vorgenommen werden sollten. In den beiden Verträgen hieß es lediglich, dass die Beklagte berechtigt sei, die Konditionen – insbesondere bei Änderung des Geld- und Kapitalmarktes – zu senken oder zu erhöhen. Hieraus wurde bereits nicht deutlich, welche Änderungen des Geld- und Kapitalmarktes überhaupt relevant sein sollten, um Änderungen zugunsten oder zulasten des Bankkunden vorzunehmen. Erst recht ließ sich dieser vertraglichen Regelung nicht entnehmen, auf welcher Art und Weise die Beklagte diese Änderungen auf dem Markt umsetzen würde, ob also die Änderungen in vollem Umfang an den Bankkunden weitergegeben würden und ob diese Weitergabe auch unverzüglich stattfinden werde. Hinzu kommt als zusätzliche Unsicherheit, dass durch die Verwendung des Wortes „insbesondere“ völlig offen bleibt, ob und gegebenenfalls welche weiteren Umstände Veranlassung für die Beklagte bieten könnte, Anpassungen des Zinssatzes vorzunehmen. Vor diesem Hintergrund ist es für einen Bankkunden nicht mehr möglich vorherzusehen, wann überhaupt eine Anpassung der Konditionen erfolgen wird und auf welche Art und Weise diese Anpassung durch die Beklagte vollzogen wird.

Diese Unwirksamkeit gilt auch für die neue Vereinbarung vom 25.5.2007, da im Rahmen dieser Vereinbarung lediglich eine Prolongation der ursprünglichen Vertragsbedingungen erfolgt ist und diese auch gegen § 492 Abs. 1 Satz 5 BGB verstoßen.

Rechtsfolge dieser Verstöße ist gemäß § 6 Abs. 2 Satz 5 Verbraucherkreditgesetz bzw. § 494 Abs. 2 Satz 2 BGB die Herabsenkung des Vertragszinses auf den gesetzlichen Zinssatz in Höhe von 4%.

Eine Reduzierung des Zinssatzes lediglich auf den vertraglich vereinbarten Mindestzinssatz ist dagegen nicht geboten, auch nicht im Rahmen einer ergänzenden Vertragsauslegung. Grundlage für die Festlegung einer Schwankungsbreite mit Mindest- und Höchstzinssatz ist die Erwartung des Bankkunden, dass die Bank bei einer Änderung der Konditionen sich an sachgerechten Kriterien orientieren wird, wie beispielsweise der Zugriff auf Referenzzinssätze. Missachtet die Bank diese Erwartung, indem sie sich gerade nicht an sachgerechten Bestimmungskriterien wie dem Fibor oder dem Euribor orientiert, deren Berücksichtigung zu niedrigeren Zinssätzen als dem vertraglich vereinbarten Mindestzinssatz führen würde, besteht kein schutzwürdiges Interesse daran, der Beklagten diese Mindestzinssätze zu erhalten, obwohl bei der Anwendung von sachgerechten Kriterien deutlich geringere Zinssätze zugunsten des Klägers möglich wären.

Auch besteht keine Veranlassung, den gesetzlichen Zinssatz in Höhe von 4% selbst dann zugrunde zu legen, wenn aufgrund der Anwendung von sachgerechten Kriterien zur Bestimmung des Zinssatzes etwa in Anlehnung an den Fibor oder Euribor Zinssätze ermittelt werden können, die noch unterhalb des gesetzlichen Zinssatzes liegen. Die gesetzlichen Regelungen, auf denen die Herabsetzung auf den gesetzlichen Zinssatz in Höhe von 4% beruht, sind im Verbraucherinteresse erlassen worden mit der gesetzgeberischen Erwartung, dass die tatsächlich vereinbarten Zinssätze über diesem gesetzlichen Zinssatz liegen. Gesetzgeberische Absicht ist daher, im Interesse des Verbrauchers die tatsächlich vereinbarten Zinssätze, bei denen die Bank höhere Zinssätze durchgesetzt hat, auf ein vom Gesetzgeber als akzeptabel angesehenes Maß zu reduzieren. Stellt sich jedoch aufgrund der aktuellen Marktentwicklung heraus, dass der von dem Bankkunden zu entrichtende Zinssatz ohnehin niedriger als der zu seinem Schutz eingerichtete gesetzliche Zinssatz liegt, wäre es eine Verkehrung der gesetzgeberischen Intention, der Bank durch den Hinweis auf den gesetzlichen Zinssatz Zinseinnahmen zu ermöglichen, die aufgrund der konkreten vertraglichen Situation gerade nicht erzielt werden können.

Vor diesem Hintergrund ist der Kläger berechtigt, zur Bestimmung des tatsächlich geschuldeten Zinssatzes zunächst einmal den gesetzlichen Zinssatz in Höhe von 4% in Ansatz zu bringen und in dem Fall, in dem eine korrekte Anpassung an die Marktbedingungen durch Anlehnung an Referenzzinssätze ein niedrigerer Zinssatz errechnet werden kann, diesen unter 4% liegenden Zinssatz in die Berechnung einzubringen. Dementsprechend sind die Werte zu übernehmen, die in dem Gutachten des Kreditsachverständigen vom 21.4.2010 enthalten sind. Die Beklagte hat gegen die dort enthaltene Berechnung als solche keine Einwendungen vorgebracht, die über grundsätzliche Erwägungen hinausgehen und auch sonst sind keine Fehler innerhalb der vorgenommenen Berechnung ersichtlich.

Es ist auch keine Verjährung dieser Ansprüche eingetreten. Soweit Ansprüche aus dem Zeitraum bis Ende 2001 betroffen sind, unterlagen diese Ansprüche der 30-jährigen Verjährungsfrist des § 195 BGB a. F. Die hierauf zu entrichtenden Zahlungen sind keine regelmäßig wiederkehrende Zahlungen auf Zins und Kapital im Sinne des § 197 Abs. 1 BGB a. F., sondern es handelt sich um Rückzahlungsverpflichtungen, die in selbstständig abzuzahlenden Teilbeträgen zu erfolgen hat. Dementsprechend gibt es von vornherein keine regelmäßig abzuzahlenden Teilbeträge, sondern dem Kläger ist die Möglichkeit eingeräumt worden, zu von ihm frei zu wählenden Zeitpunkten das Darlehen ganz oder teilweise zu tilgen.

Auch durch die Gesetzesänderung zum 1.1.2002 ist gemäß § 199 Abs. 1 Nr. 2 bzw. 199 Abs. 4 BGB keine Verjährung nach neuem Recht eingetreten. Der Kläger hatte weder am 1.1.2002 noch im folgenden Zeitraum bis zum Jahr 2009 Kenntnis von den bereicherungsrechtlichen Ansprüchen gegen die Beklagte noch kann dem Kläger grob fahrlässige Unkenntnis seiner Ansprüche vorgehalten werden. Ein Rechtsgrund für Zinszahlungen in der von der Beklagten berechneten Höhe besteht nicht wegen der fehlenden konkreten Angaben zu den Kriterien für die Zinsanpassung und weil die tatsächlich von der Beklagten durchgeführte Zinsanpassung sich nicht durchgehend an sachgerechten Kriterien orientiert hat. Dem Kläger war es aber nicht möglich festzustellen, ob und anhand welcher Kriterien die Beklagte bei der Zinsanpassung vorgegangen ist und er konnte dementsprechend gerade nicht erkennen, dass die Beklagte sich nicht an Referenzzinssätze gehalten hat, sondern nach anderen, nicht von ihr offen gelegten Maßstäben vorgegangen ist. Eine entsprechende Erläuterung seitens der Beklagten ist erstmals mit dem Schreiben vom 10.12.2009 erfolgt, wobei sich diese Erläuterung nur auf die Kriterien aufgrund der neuen Vereinbarung bezogen hat. Aus dem Umstand, dass der Kläger bereits vor dem Schreiben vom 31.5.1999 nach den aktuell geltenden Zinssätzen gefragt hat, lässt sich nicht ableiten, dass ihm bereits zu diesem Zeitpunkt bekannt gewesen ist, dass die Beklagte wegen der fehlenden Offenlegung von Kriterien zur Zinsanpassung und einer tatsächlich fehlerhaften Anwendung der Anpassung Zinsnachteile für den Kläger verursacht hat. Dies ist auch deshalb fernliegend, weil eine fehlerhafte Zinsanpassung erst später im Verlauf des Jahres 2000 eingetreten ist.

Vor diesem Hintergrund ergeben sich im Zusammenhang mit dem Darlehensvertrag mit der Kontonummer 005 Ansprüche des Klägers in Höhe von 76.126,05 EUR und im Zusammenhang mit dem Darlehensvertrag mit der Kontonummer 015 in Höhe von 76.452,00 EUR.

Im Zusammenhang mit beiden Darlehensverträgen ist die Beklagte auch jeweils zu Rückzahlungen in Höhe von 28.662,10 EUR verpflichtet. Die Höhe der Forderung ergibt sich jeweils wiederum aus den Berechnungen des Privatsachverständigen in seinem Gutachten vom 21.4.2010, gegen die die Beklagte keinerlei Einwendungen hervorgebracht hat. Auch hier fehlt ein Rechtsgrund für die Erhebung der Zinscapgebühr, da Grundlage für das Verlangen einer solchen Gebühr die Bestimmung eines variablen Zinssatzes ist. Mit der entsprechenden Zinscapgebühr sichert sich die Bank dagegen ab, dass die als Maßstab heranzuziehenden Referenzzinssätze über den vertraglich vereinbarten Zinshöchstsatz hinausgehen und dadurch der Bank mögliche Zinseinnahmen entgehen. Dementsprechend ist diese Zinscapgebühr auch als Zinssicherungsgebühr in den Darlehensverträgen ausgewiesen worden. Der Sinn einer solchen Gebühr ist jedoch von vornherein entfallen, da wegen des Verstoßes gegen gesetzliche Vorschriften ohnehin nur ein gesetzlicher Zinssatz in Höhe von 4% bzw. ein noch darunter liegender Zinssatz geschuldet war, der sich anhand der Referenzzinssätze bestimmen ließ, so dass keinerlei Veranlassung bestand, der Beklagten wegen der variablen Zinssätze eine Zinssicherungsgebühr zukommen zu lassen. Es handelt sich damit letztendlich um eine als einmalige Gebühr getarnte Zinsbelastung, die in Zusammenschau mit dem eigentlichen Zinssatz auf den gesetzlichen Zinssatz von 4% oder den noch darunter liegenden Zinssatz anhand der Referenzzinssätze zu reduzieren ist und damit insgesamt wegfällt.

Auch insoweit ist keine Verjährung der Ansprüche eingetreten, da sie nach altem Recht der Vorschrift des § 195 BGB unterliegen, da die Zahlungsverpflichtungen sofort und in vollem Umfang mit Vertragsschluss und Auszahlung des Darlehensvertrages fällig geworden und in diesem Zeitpunkt auch sogleich im Wege der Verrechnung in vollem Umfang erfüllt worden sind. Auch nach neuem Recht ist eine Verjährung nicht eingetreten. Insoweit kann auf die obigen Ausführungen Bezug genommen werden.

Schließlich ist die Beklagte auch verpflichtet, dem Kläger die im Zusammenhang mit der neuen Vereinbarung vom 25.5.2007 angefallenen Zinscapgebühren in Höhe von jeweils 5.368,58 EUR zu ersetzen. Auch hier ergibt sich die Berechnung aus dem Gutachten vom 21.4.2010. Ein Rechtsgrund zur Zahlung dieser Gebühren ist aus den gleichen Gründen, die für die im Zusammenhang mit den Verträgen vom 29.12.1997 erhobenen Zinscapgebühren genannt worden sind, nicht gegeben.

Soweit darüber hinaus die Rückzahlung der Bearbeitungsgebühren verlangt wird, ist die Klage abzuweisen. Die geltend gemachte Höhe von 1% ist nicht derart ungewöhnlich, dass eine Einordnung dieser Gebühr als laufzeitabhängig gerechtfertigt wäre. Da im Zusammenhang mit der Bestimmung der Kontokorrentzinsen keine Differenzberechnung zwischen Zinscapgebühren und Bearbeitungsgebühren erfolgt ist, können auch die zusätzlichen Kontokorrentkosten, die durch die fälschlicherweise erhobenen Zinscapgebühren entstanden sind, nicht berechnet werden, so dass insgesamt die Klage im Hinblick auf die geltend gemachten Kontokorrentzinsen unschlüssig ist.

Schließlich ist die Beklagte auch verpflichtet, unter bereicherungsrechtlichen Gesichtspunkten die auf dem Kontokorrentkonto angefallenen Überziehungszinsen in Höhe von 8.527,44 EUR zu erstatten, da bei einer von Anfang an auf das gesetzliche Mindestmaß beschränkten Zinsberechnung Überziehungszinsen auf dem Kontokorrentkonto nicht angefallen wären. Wegen der Berechnung wird ebenfalls auf das insoweit nicht angegriffene Gutachten des Sachverständigen Bezug genommen.

Abschließend ist die Beklagte auch verpflichtet, nach § 818 Abs. 1 BGB die gezogenen Nutzungen aus den zu viel gezahlten Zinsbeträgen zu erstatten. Der insoweit zu zahlende Betrag ergibt sich ebenfalls aus dem Gutachten des Sachverständigen. Hieraus resultiert ein weiterer Anspruch in Höhe von 4.064,35 EUR.

Der sich hieraus errechnende Gesamtbetrag in Höhe von 233.231,20 EUR ist ab dem 21.12.2010 zu verzinsen, nachdem die Beklagte jedenfalls mit dem Schreiben der Prozessbevollmächtigten des Klägers vom 9.12.2010 in Verzug gesetzt worden ist. Ein früherer Verzugsbeginn zum 4.5.2010 kann nicht festgestellt werden, da das Schreiben der Prozessbevollmächtigten des Klägers vom 3.5.2010 nicht vorgelegt worden ist und dementsprechend nicht mit der hinreichenden Sicherheit feststeht, ob die Beklagte in diesem Schreiben zur Zahlung eines entsprechenden Betrages aufgefordert worden ist.

Die außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten sind ebenfalls seitens der Beklagten nicht zu ersetzen, da eine erstmals erkennbare Tätigkeit der Prozessbevollmächtigten des Klägers mit dem Schreiben vom 3.5.2010 mitgeteilt wird, jedoch nicht erkennbar ist, dass sich die Beklagte zu diesem Zeitpunkt bereits in Verzug befunden hätte.

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APO Bank Erfahrungen Presse über Banken und Sparkassen

APO Bank schuldet Apothekern Millionen

Die Apobank steht wegen ihrer Zinsanpassungklauseln in der Kritik.

Interview mit Kreditsachverständiger Brendel (

Bundesweit wird vor den Gerichten über Rückzahlungen gestrittent. Ralph Brendel ist Vorsitzender des Bundesverbands Kreditsachverständige und Kontenprüfer. Mit seinem Büro Zinsprüf“ unterstützt er Apotheker und Ärzte mit Gutachten. Mit APOTHEKE ADHOC sprach er über die Tricks mit den Zinsen und was Apotheker dagegen unternehmen können.

ADHOC: Wie bewerten Sie die Zinsanpassungsklauseln der Apobank?

BRENDEL: Aus meiner Sicht gibt es drei Probleme: Der erste Fehler liegt darin, dass die Apobank den Korridor für die variablen Zinsen selbst festlegt. So schön die Sicherheit ist, unabhängig von der Entwicklung am Finanzmarkt nie mehr als den maximal vereinbarten Zinssatz zu zahlen – sehr viel wahrscheinlicher ist es, dass der Leitzins unter die vereinbarte
Schwelle fällt. So ist am Ende meist die Bank der Gewinner, die zusätzlich eine Abschlussgebühr kassiert und so doppelt profitiert.

ADHOC: Klingt nicht besonders fair, aber auch nicht illegal.

BRENDEL: Kritisch sind in der Tat vor allem die Regeln zur Anpassung der variablen Zinsen: Nach dem Äquivalenzprinzip müssten die Zinsen bei jeder Veränderung des Leitzinses 1:1 angepasst werden – und zwar in beide Richtungen nach den gleichen Schwellen und ohne Ermessensspielraum. Die Apobank schreibt aber oftmals auch in neuere Verträge, dass die Anpassung je nach. Die Apobank schreibt aber oftmals auch in neuere Verträge, dass die Anpassung je nach den eigenen Refinanizierungskosten erfolgt. Das ist vollkommen intransparent und auch nicht nachvollziehbar: Was kann der Apotheker dafür, wenn sich die Apobank mal wieder verspekuliert hat?

ADHOC: Wie viele Kunden der Apobank sind betroffen?

BRENDEL: Das ist schwer zu sagen, aber anscheinend waren die meisten Verträge nicht in Ordnung. Selbst wenn die Apobank bei laufenden Verträgen die Klauseln anpasst, müsste sie die falschen Berechnungen in der Vergangenheit korrigieren und damit würde der Apotheker eine Zahlung erhalten.

ADHOC: Verjähren die Ansprüche der Apotheker?

BRENDEL: Wenn die Zinsklausel fehlerhaft ist, muss zunächst ein Richter nach billigem Ermessen die korrekte Höhe des Zinssatzes festlegen, bevor die Verjährung überhaupt zu laufen beginnt. So steht es im Gesetz, und diese Linie vertritt auch der Bundesgerichtshof (BGH). Manche Gerichte gehen in den Verfahren von einer 10-jährigen Frist aus. Die von der Apobank oft angeführte 3-jährige Verjährung greift aus meiner Sicht nicht, weil der Kunde nicht alle Umstände kennen konnte. Die kurze Frist greift nur, wenn sich der Kunde grob fahrlässig verhält. Und grob fahrlässig ist kaum, wenn die Bank verkehrt abrechnet. Ist der Apotheker noch Kunde bei der Apobank, kann er sogar mit verjährten Ansprüchen – siehe § 215 BGB – heute noch aufrechnen. Die Apobank schreibt aber oftmals auch in neuere Verträge, dass die Anpassung je nach den eigenen Refinanizierungskosten erfolgt. Das ist vollkommen intransparent und auch nicht nachvollziehbar: Was kann der Apotheker dafür, wenn sich die Apobank mal wieder verspekuliert hat?

ADHOC: Was raten Sie Apothekern?

BRENDEL: Alle Konten überprüfen lassen und nichts wegwerfen – Unterlagen sind Wertpapiere. Wegen der Verjährung und der Möglichkeit der Aufrechnung sollte eine Umschuldung auf ein anderes Geldhaus auch erst nach einer Prüfung erfolgen.

ADHOC: Damit verdienen Sie dann Ihr Geld…

BRENDEL: Unsere Kunden haben die Wahl: Entweder wir rechnen stundenweise ab, dann kostet eine Prüfung der kompletten Finanzierung zwischen 2000 und 10.000
Euro, bei sehr komplexen Einzelfällen kann es auch mehr sein. Alternativ zahlt der Apotheker 25 Prozent des tatsächlich erzielten Erfolgs.

ADHOC: Was kann der Streit für die Apobank bedeuten?

BRENDEL: Dass die Apobank zu Unrecht erhaltene Beträge zurückzahlen muss. Es geht ja nur um eine Korrektur von berechtigten Ansprüchen. Die Bank hat kein Recht, Millionen zu behalten, die ihr nicht zustehen.

ADHOC: Ist das Vorgehen der Apobank vorsätzlich?

BRENDEL: Ich bewerte das mehr wirtschaftlich, arbeite aber auch regelmäßig als Gutachter den Staatsanwaltschaften zu. Strafrechtler gehen davon aus, dass eine bewusste unzulässige Handlung ab dem dritten Mal gewerbsmäßig ist. Über die Apobank sind gut 100 Gutachten im Umlauf. Das kann jeder für sich bewerten.

ADHOC: Handelt es sich um ein spezifisches Problem der Apobank?

BRENDEL: Andere Banken sind bei den Zinsanpassungen teilweise korrekter, haben aber dafür andere Schwachstellen. Die Apobank ist nicht per se schlecht. Gerade bei Existenzgründungen kann sie aufgrund ihrer Expertise mit Heilberuflern sehr schnelle und kompetente Kreditentscheidungen treffen. Allerdings gibt es schon eine ganze Reihe kritischer Produkte. Die Fondsversicherungen sind beispielsweise aus meiner Sicht totaler Unsinn.

 

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Apobank Ärzte und Apothekerbank: Kreditsachverständige decken auf !

Rechtsanwälte Bank und Kaptalmarktrecht

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APO Bank Erfahrungen

APO BANK: Problematik Steuerbescheinigungen

APO BANK  berechnet regelmäßig Zinsanpassungen falsch

Unstreitig berechnet die APO-Bank regelmäßig bei fast allen Kunden die Zinsen im Bereich der Zinsanpassung falsch und zu ihren Gunsten. Dies wird von der APO-Bank in den vielen Gerichtsverfahren bestätigt.

Hieraus ergibt sich ein enormes Problem. Die APO-Bank bestätigt, dass sie regelmäßig überhöht ausgestellte Zinsabrechnungen und Steuerbescheinigungen erstellt. Guten Glaubens reichen die betroffenen Bankkunden die überhöhten Steuerbescheinigungen bei den Finanzämtern ein, um die Steuern im Bereich der Betriebsausgaben, Werbungskosten, etc. geltend zu machen.

Bei diesen Bescheinigungen sind aber in erheblichen Umfang Zahlungen enthalten, die ohne Rechtsgrund geleistet wurden. Rechtsgrundlose Zahlungen erkennen die Finanzämter aber nicht an, wie sich bei mehreren unserer Kunden zeigte. Die Finanzämter begründen dies damit, dass Zahlungen, die ohne Rechtsgrund geleistet wurden, keine Betriebsausgaben oder Werbungskosten darstellen – was auch verständlich ist.

Wir erhalten in unserem Sachverständigenbüro pro Monat mehr als 2.000 durch die APO-Bank überhöhte Zinsabrechnungen. Der APO-Bank ist nach eigenem Bekunden seit dem Jahr 2001 bekannt, dass regelmäßig die Zinsen bei Zinsanpassungen unkorrekt angepasst werden. Dennoch erstellt sie überhöhte Zinsbescheinigungen, die zur Steuerverkürzung bei den Kunden führen.

Inwieweit sich daraus Konsequenzen für die APO-Bank ergeben, wird sich noch zeigen und soll an dieser Stelle noch nicht vertieft werden. Wichtiger sind die Konsequenzen für die betroffenen Bankkunden.

Nach Rücksprache mit insgesamt 8 Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern wurde einhellig die Ansicht vertreten, dass für die betroffenen Bankkunden große Probleme bei einer Steuerprüfung entstehen können. Soweit die Falschbescheinigungen noch nicht bekannt sind, haben die Steuerpflichtigen wohl noch nichts zu befürchten.

Anders sieht es bei Vorlage eines Gutachtens aus. Noch gravierender wird der Umstand, dass die APO-Bank die Falschabrechnungen bei Zinsanpassungen bestätigt und nur noch einwendet, dass der Korrekturanspruch nach 3 Jahren verjährt sei.

Nachdem die Steuerpflichtigen wohl in der Pflicht stehen, die Steuererklärungen zu korrigieren (zumeist für die letzten 10 Jahre), steht der Wunsch der Verjährung in Konflikt mit der Verpflichtung der Kunden, sich korrigierte Abrechnungen von der APO-Bank erstellen zu lassen.

In diesem Bereich können wir nur darüber berichten, welche Probleme vorliegen können. Ob dies bei Ihnen speziell auch der Fall ist, können wir nicht klären.

Daher bitten wir Sie, diese Problematik und Lösungsmöglichkeiten mit Ihrem Steuerberater zu besprechen.

Lösungsansätze zur ABO Bank

Eine zuverlässige Lösung liegt uns nicht vor. Wir können derzeit nur verschiedene Möglichkeiten aufzeigen, die vom Bankkunden mit dessen Steuerberater zu klären sind. Hilfreich wäre sicherlich auch ein Gespräch mit dem Finanzamt, um eine Lösung zu finden.

Es wäre daran zu denken, dass die betroffenen Kunden Zahlungen auf nicht nachvollziehbare Rechnungen nicht mehr leisten und erst auf korrekte Rechnungslegung bestehen. Dadurch käme die APO-Bank in Zugzwang, sämtliche Falschabrechnungen zu korrigieren, weil sie ansonsten keine Raten mehr erhält.

Hinweis

Soweit Sie Geschäftsführer einer Gesellschaft, z. B. GmbH, sind, können sich weitere Haftungsprobleme ergeben, wenn überhöhte Abrechnungen (Zahlungen ohne Rechtsgrund) zu Lasten der GmbH überwiesen werden – in Kenntnis, dass die Zahlungen teilweise ohne Rechtsgrund erfolgen.

L I Q U I K O N
Staatlich anerkannter gemeinnütziger
Verbraucher Schutzverein für Banken,-
und Sparkassen Geschädigte e.V.

Impressum:

Halterbergsfeld 9
D-49086 Osnabrück
1. Vorsitzende : Bettina Rackowitz
Vereinsregister :
Amtsgericht Osnabrück – Registergericht –
Vereinsregister Nr.: VR 200 596
Steuernummer : 66 / 270 / 12859
Tel.: 05406 – 675 9197
Fax: 05406 – 675 9196
E-Mail: Rackowitz@Liquikon.de
Web: www.Liquikon.de

Apobank Ärzte und Apothekerbank: Kreditsachverständige decken auf !

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APO Bank & der Trick mit dem Zins

Apobank und der Trick mit dem Zins

Zahlreiche Banken berechnen ihren Kunden bei Krediten offenbar zu hohe Zinsen.

DÜSSELDORF – 04.08.2016, 17:30 UHR

Rechtsanwälte verklagen unter anderem die Düsseldorfer Apobank, gegenüber Ärzten und Apothekern nicht korrekt abgerechnet zu haben. Derweil hat die Finanzaufsicht Bafin eine breit angelegte Untersuchung zur Zinspolitik der Banken und Geldinstitute eingeleitet.

Zahlreiche Banken und Geldinstitute sehen sich dem Vorwurf ausgesetzt, bei Krediten mit variablem Zinssatz ihren Kunden überhöhte Zinsen zu berechnen. Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) scheint sich dabei in besonderem Maße hervorzuheben. So klagt die Münchener Kanzlei Rössner aktuell in zwei Fällen gegen das Düsseldorfer Geldhaus, das knapp 400.000 Kunden aus dem Bereich der Heilberufe hat. Zwischen 2010 und 2014 hat die Kanzlei bereits sieben Verurteilungen gegen das Geldhaus durchgesetzt.

Bei variabel verzinsten Krediten orientiert sich die Höhe des aktuellen Zinses an einem Basiszinssatz, in der Regel dem Drei-Monats-Euribor. Steigt dieser, erhöht sich auch der variable Zins für den Bankkunden. Sinkt der Euribor, sollte sich auch der Kundenzins entsprechend verringern. Doch hier scheint es zu hapern: Nach Erfahrung von Rössner-Rechtsanwalt Robert Buchmann erhöht die Apobank zwar schnell die Zinsen, lässt sich aber Zeit, sie bei einem sinkenden Euribor entsprechend rasch zu senken. Nicht selten würden dabei Wochen vergehen. Für die Bank ein zusätzlicher Profit.

Buchmann erklärt, dass die variabel verzinsten Kreditverträge mit einem Zinscap ausgestattet seien. Damit bewege sich der Zins innerhalb einer bestimmten Bandbreite, beispielsweise zwischen 3,5 und 4,5 Prozent. Allerdings, so Buchmann, halten die Gerichte den Cap wie auch die Zinsanpassungsklausel in der Regel für unwirksam, da die Geldinstitute in ihren Verträgen vielfach die Parameter nicht genau ausgewiesen hätten, nach denen sie den variablen Zins berechnen. So seien Klauseln oftmals zu allgemein formuliert. Im Falle der Apobank sei der Euribor als Referenzzinssatz nicht benannt worden, und auch die Höhe der jeweiligen Zinsänderung sei oftmals nicht klar.

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